Medien

Perlende Leichtigkeit des Glases
Jahresabschlussausstellung mit Urs Kyburz in der Galerie am Bach in Erlinsbach

Das Ausstellungsjahr in der Galerie am Bach im solothurnerischen Erlinsbach beschließen der Zofinger Glaskünstler Urs Kyburz und eine große Zahl von Kunstschaffenden mit kleinformatigen Aussagen. Diese Werkschau dauert bis zum 10. Januar 2007.

Brigitte Hächler
Im Parterre der Galerie begeistert das Œuvre des 1960 in Zofingen geborenen Urs Kyburz. Er beherrscht die Ausdruckssprache mit dem Material Glas, gibt ihm eine verblüffende Lebendigkeit durch das Spiel mit Farben und Strukturen sowie durch die Symbiose mit Metall und Holz. Frei stehende Stelen, Kuben, Objekte und Bilder laden in die Galerie zum Verweilen ein. Von faszinierender Gegensätzlichkeit strahlt Kyburz’ Aussage „Erde zu Luft“. Bei dieser Komposition aus Metall und Glas fängt er förmlich die Kraft der Elemente ein. Schweres, mit Brandspuren weichförmiger Konturen versehenes mattes Stahlblech öffnet sich der perlenden Leichtigkeit und Durchlässigkeit des Glases.

Unterschiedliche Glaseffekte

Das mundgeblasene, lichtdurchlässige, mehrschichtig verwendete Glas bereichert Kyburz zusätzlich mit im „Luftstrom“ wirbelnden farbigen, abgesprengten Glasstücken. Bei anderen Plastischen Arbeiten - sie alle sind reich an zahlreichen hintereinander liegenden Glasschichten - sind weitere Kontrastspiele mit Struktur-, Antik-, Guss-, Spiegel- und Floatglas in Kombination mit rostigem Eisen des Monolithen vom Murtensee, geschwärztem Holz oder Stahlblech zu finden. Die geschickt, teilweise diskret hinterleuchteten Glasbilder mit abstrahierten oder figürlichen Sujets werden in ihrer Dreidimensionalität durch die unterschiedlichen farbigen Antikgläser und weitere Glaseffekten zu faszinierenden schwingungsträgern. Starres Glas wird bei Kyburz zu einer lichten „Modelliermasse“.

Mittelandzeitung Mittwoch, 29. November 2006



Kombination von Materialien
Der Glas- und Spiegelkünstler Urs Kyburz lädt zur Atelier-Ausstellung ein

Seit zwei Jahren arbeitet der bekannte Spiegel- und Glaskünstler Urs Kyburz in seinem Atelier Schlossberg in Wikon. Ab Freitag, 23. November, bis zum Sonntag, 25. November 2007, öffnet er sein Atelier für alle Interessierten und gibt Einblick in die ganze Vielfalt der Werke.

Seit mehr als 20 Jahren ist Urs Kyburz als Glas- und Spiegelkünstler tätig und hat sich mit all den Jahren mit seinen unverwechselbaren Werken weit über die Region hinauseinen Namen geschaffen. nachdem er 17 Jahre lang in einem eigenen Atelier in Zofingen gearbeitet hatte, führt er seit zwei Jahren an der Dorfstrasse 19 in Wikon sein Atelier Schlossberg. Die großzügigen hellen Räumlichkeiten in Wikon ermöglichen ihm ein optimales Arbeiten. das Atelier „Urs Kyburz- Glas Art“ verfügt im oberen Geschoss über ein Glassatelier und einen größere Ausstellungsfläche, wo der Künstler aktuelle und frühere Arbeiten sehr gut präsentieren kann. Im Untergeschoss hat Kyburz eine Schlosserei eingerichtet, in der er auch die unterschiedlichsten Metallarbeiten ausführen kann.

Spezielle Ausstellung

Am kommenden Wochenende kommen die Besucherinnen und Besucher des Ateliers Schlossberg in den Genuss einer ganz speziellen Ausstellung. Im bereich Glas Art zeigt Kyburz außergewöhnliche Kombinationen von Materialien. dazu gehören jene Werke, in denen er geflammtes Holz im Glas zu einer neuen Einheit verbindet. Auch die en bloc verarbeiteten Glaswerke („Glasharfe“) und die Glas-Spiegelbilder, bei denen er unterschiedliches Licht zur Erzielung verschiedener Farbklängen einsetzt, zeugen von der Originalität seines Schaffens. Aber auch auf dem Gebiet des Glasdesigns ist Kyburz stark: Spezielle Kerzenhalter („Long Five“), eine raffiniert beleuchtete Stehbar oder exklusiv gestaltete Uhren sind Beispiele dafür. Urs Kyburz, der während der Ausstellung stets anwesend ist, hat sich weiter auf die Erstellung von Lichtkonzepten für Wohnungen usw. und auf spezielle Schlosserarbeiten spezialisiert. Auch außerhalb der Öffnungszeiten der Ausstellung führt Kyburz nach Voranmeldung (Tel. 062 751 12 72) gerne interessierten Gruppen durch sein Atelier. (FRG)

Mittellandzeitung Donnerstag, 22. November 2007